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CORONAVIRUS-TICKER: EU-LÄNDER VERSPRECHEN HILFE GEGEN LKW-STAUS

19. März 2020, 11.00 Uhr

Die belgische Post nimmt keine Sendungen für Empfänger außerhalb Europas mehr entgegen. Wegen des Viruskrise seien nicht mehr genug Luftfrachtkapazitäten verfügbar, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Brüssel mit. Wie andere Postunternehmen könne die belgische Post deshalb keine Briefe und Päckchen mehr zu außereuropäischen Zielen schicken. Der Annahmestopp gelte, bis wieder ausreichende Transportkapazitäten verfügbar seien. Expresssendungen an Adressaten außerhalb Europas seien noch möglich, weil die belgische Post dafür mit besonderen Partnern zusammenarbeite. (dpa)

19. März 2020, 09.16 Uhr

Der lombardische Gouverneur Attilio Fontana sieht das Dekret „Cura Italia“, das mit 25 Milliarden Euro das Gesundheitswesen und den Wirtschaftssektor stützen soll, skeptisch. Für Italien seien 25 Milliarden nichts, wird er von Tg24com zitiert: „Mein Eindruck ist, dass man mit warmen Lappen versucht, Krankheiten zu kurieren, die zwar helfen, aber nichts lösen würden.“ Die 25 Milliarden reichten nicht aus, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Zudem sehe er das Risiko, dass sich der Notstand in der Lombardei bald auch in anderen Regionen zeige. (nja)

19. März 2020, 08.36 Uhr

Der Lufthansa-Konzern streicht sein Flugprogramm wegen der Coronakrise noch stärker zusammen als bisher bekannt. Bis 19. April fänden nur noch rund fünf Prozent der ursprünglich geplanten Flüge statt, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag bei der Vorlage der Jahresbilanz in Frankfurt mit. Rund

700 von 763 Flugzeugen des Konzerns blieben vorläufig am Boden. Fernverbindungen bietet die Lufthansa vorerst nur noch ab Frankfurt und dreimal pro Woche mit der Tochter Swiss ab Zürich an. In München sollen nur noch Kurzstreckenflüge des Ablegers Cityline abheben. Die Maschinen sollen vorwiegend Deutsche aus dem Ausland zurückholen. (dpa)

19. März 2020, 07.50 Uhr

Auch am Donnerstagmorgen mussten Autofahrer auf den Bundesautobahnen 12 und 11 Richtung Polen mit langen Staus rechnen. Auf der A12, die von Berlin in Richtung Polen führt, gab es 47 Kilometer Stau vor der Grenze nach Polen, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte. Für Autos ist die Autobahn laut Verkehrsinformationszentrale (VIZ) mittlerweile in Richtung Frankfurt (Oder) vollständig gesperrt. Autofahrer sollten den Grenzübergang an der Stadtbrücke in Frankfurt (Oder) nutzen. Lastwagen durften zusätzlich auf dem Standstreifen fahren, hieß es.

Auf der A15, die an Cottbus vorbei nach Polen führt, staute es sich von der polnischen Grenze laut Polizei bis zur Anschlussstelle Cottbus Süd. Die Staulänge dort liegt bei rund 30 Kilometer. Auf der A11, die von Berlin nach Stettin führt, betrug die Staulänge bis zur Landesgrenze zu Polen etwa 18 Kilometer. Grund für die Verzögerungen sind polnische Grenzkontrollen wegen der Coronakrise. (dpa)

19. März 2020, 07.31 Uhr

Wie der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte gegenüber dem Corriere della Sera betonte, gebe es in vermutlich zwei Wochen ein weiteres Dekret, das den Wirtschaftssektor des Landes stützen solle. „Dabei handelt es sich um eine noch in dieser Form vorhandene Freigabe von Mitteln für öffentlichen Investitionen.“ (nja)

19. März 2020, 07.23 Uhr

Die italienische Verkehrsministerin Paola de Micheli schließt Maßnahmen über den 3. April 2020 hinaus nicht aus. Abhängig von der Entwicklung der Fallzahlen seien dies Entscheidungen, die innerhalb der kommenden Tage zu treffen seien. (nja)

19. März 2020, 05.06 Uhr

Das gesamte österreichische Bundesland Tirol wird ab Mitternacht wegen der Ausbreitung des Coronavirus unter Quarantäne gestellt. „Wir erlassen Quarantäneverordnungen für alle 279 Tiroler Gemeinden. Das bedeutet: Die Gemeinde darf nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung geht, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen - und dann nur zum nächstgelegenen Ort“, teilte Tirols Landeschef Günther Platter am Mittwochabend via Facebook mit. „Sofern es einen Arzt, eine Apotheke, einen Lebensmittelhandel und eine Bank im Ort gibt, darf die Gemeinde für diese Zwecke nicht verlassen werden.“ (dpa)

18. März 2020, 20.31 Uhr

Der Lkw-Zulieferer SAF-Holland streicht seine Dividende für das vergangene Jahr. Das Jahresergebnis sei wegen Restrukturierungskosten von 48,1 Millionen auf 10,3 Millionen Euro gesunken, teilte das Unternehmen überraschend am Mittwochabend in Luxemburg mit. Zudem wolle der Konzern - auch mit Blick auf die Corona-Pandemie - dem soliden Finanzprofil Vorrang einräumen. Für 2020 erwartet das Unternehmen Rückgänge bei Umsatz und Profitabilität. (dpa)

18. März 2020, 20.20 Uhr

Angesichts von Riesenstaus an den Grenzen haben die EU-Länder gelobt, das Problem anzugehen und den Verkehr innerhalb Europas trotz der Coronakrise am Laufen zu halten. Man sei sich einig, Störungen so gering wie möglich zu halten, vor allem für wichtige Gütertransporte, erklärte das EU-Vorsitzland Kroatien am Mittwochabend in Brüssel. Doch wurden zeitgleich neue Beschränkungen angekündigt: Österreich will nun auch die Grenze zu Deutschland kontrollieren. Und Deutschland beschränkte die Einreise für bestimmte EU-Bürger weiter. (dpa)

18. März 2020, 20.13 Uhr

Der Transportverband Conftrasporto, der die Maßnahmen des Dekrets „Cura Italia“ begrüßt, bemängelt das Fehlen von Einweg-Handschuhen und Atemschutzmasken, das die Arbeit für alle Personen, die im Schifffahrtssektor oder im Transport per Straße arbeiten, besonders schwierig mache. Der Verband erklärte, das Fehlen von Schutzausrüstung, bereits seit Wochen zu signalisieren. (nja)

18. März 2020, 19.34 Uhr

Dekret “Cura Italia” von der italienischen Regierung verabschiedet. Mit verschiedenen Maßnahmen sollen vor allem Lkw-Fahrer entlastet werden, die laut Verkehrsministerium einen „außergewöhnlichen und essentiellen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Aufrechterhaltung des Landes“ leisteten. (nja)

18. März 2020, 18.49 Uhr

Zur Notversorgung der in einem Mega-Stau vor der polnischen Grenze wartenden Lastwagen- und Autofahrer werden vom späten Abend an 50 Soldaten eingesetzt. Die Bundeswehr werde auf der Autobahn A4 Wasser, Lebensmittel und Decken verteilen, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend weiter. Die Soldaten leisten Amtshilfe auf Antrag der sächsischen Landesregierung. Sie gehören der Panzergrenadierbrigade 37 aus Frankenberg an. Wegen der teilweisen Schließung der polnischen Grenze haben sich chaotische Zustände auf der Autobahn entwickelt. (dpa)

18. März 2020, 18.10 Uhr

Österreich kontrolliert ab Donnerstag, 00.00 Uhr, aufgrund der Ausbreitung des neuen Coronavirus die Grenze zu Deutschland. Das bestätigte das österreichische Innenministerium am Mittwoch in Wien. (dpa)

18. März 2020, 17.51 Uhr

Die italienischen Regionen verschärfen ihre Kontrollen in Unternehmen, um die Einhaltung der neuen Sicherheitsnormen für Beschäftigte sowie die in den Unternehmen zu beachtenden Regeln zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus zu kontrollieren. Firmen werden dafür vor Ort kontrolliert oder aber telefonisch kontaktiert. Die telefonischen Kontaktaufnahmen dienen dem Auffinden von Unregelmäßigkeiten und der Weitergabe von präzisen Handlungsanweisungen. Die Einhaltung dieser wird in den kommenden Tagen kontrolliert. Firmen, die die Sicherheitsbestimmungen nicht einhalten, müssen geschlossen werden. (nja)

18. März 2020, 17.26 Uhr

Der schwedische Lkw- und Bus-Produzent Scania stoppt in der nächsten Woche große Teile seine Produktion in Europa. Grund sei der Mangel an Komponenten und große Störungen in der

Lieferanten- und Logistikkette infolge der Verbreitung von Covid-19 in Europa, hieß es am Mittwoch in einer Pressemitteilung. Betroffen seien Produktionsstätten in Schweden, den Niederlanden und Frankreich. Wie viele Mitarbeiter freigestellt werden, teilte Scania nicht mit. Um den Transport von Waren nicht zu gefährden, sollen die Servicewerkstätten und Ersatzteilzentren geöffnet bleiben, sagte Scania-Chef Henrik Henriksson. Die Industriebetriebe in Lateinamerika, die rund ein Fünftel des Produktionsvolumens von Scania ausmachen, würden ihre Arbeit fortsetzten. (dpa)

18. März 2020, 17.15 Uhr

An den großen Flughäfen in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Starts und Landungen drastisch eingebrochen. Die Verkehrsleistung in Düsseldorf sei auf 20 Prozent der zu dieser Zeit üblichen Flüge abgesunken, teilte der Airport am Mittwoch mit. Der größte NRW-Flughafen will deshalb ab April Kurzarbeit anmelden. Trotz des starken Nachfragerückgangs bleibe der Flughafen aber geöffnet. (dpa)

18. März 2020, 16.49 Uhr

Eine neue Fährverbindung zwischen Deutschland und Estland soll in der Coronavirus-Krise den Warenverkehr auf der Ostsee verstärken. Nach Angaben der Reederei Tallink wird ab Donnerstag auf Anfrage des estnischen Wirtschaftsministerium vorübergehend ein Schiff zwischen beiden Staaten verkehren - voraussichtlich zwischen dem Hafen Sassnitz auf der Ostseeinsel Rügen und Paldiski in Estland.

Der genaue Fahrplan müsse noch festgelegt werden. Auf das Schiff passen den Angaben zufolge 100 Lastwagen und zehn Autos. Passagiere ohne Fahrzeug dürfen nicht an Bord. Transportiert werden sollen vorrangig Lebensmittel und Medizin, teilte Tallink mit.

Nach Angaben von Estlands Regierungschef Jüri Ratas werde das Schiff zunächst einen Monat lang auf der Strecke operieren. Damit soll in sichergestellt werden, dass Fracht aus Estland - unter Umgehung des Landwegs über Lettland, Litauen und Polen - nach Deutschland gelangt.

„Dies ist eine sehr konkrete Maßnahme, um zu gewährleisten, dass die wirtschaftliche Kommunikation in einer so komplexen Notsituation so reibungslos wie möglich verläuft“, sagte er im Parlament in Tallinn. 

Die Fähre werde Tallink zufolge erstmals am Donnerstagabend aus der Hauptstadt Tallinn nach Sassnitz aufbrechen, die weiteren Abfahrten erfolgen dann aus dem Hafen von Paldiski im Nordwesten Estlands. (dpa)

18. März 2020, 16.44 Uhr

Der Hafen von Antwerpen, eine der größten Logistik-Drehscheiben in Europa, bleibt trotz der Virus-Krise funktionsfähig. Das versicherte der Hafenbetrieb am Mittwoch, dem ersten Tag einer allgemeinen Ausgangssperre in Belgien. „Der Hafen von Antwerpen ist eine entscheidende Drehscheibe für die Versorgung des Landes und eines großen Teils von Europa“, betonte das Unternehmen.

„Lebenswichtige Güter wie Nahrungsmittel, Kraftstoffe und andere Materialien sowie Rohstoffe, die für den Betrieb anderer wesentlicher Betrieb notwendig sind, werden auch in den kommenden Wochen über unseren Hafen transportiert werden.“

Essenzielle Infrastruktur im Hafengebiet wie etwa Tankstellen blieben geöffnet und Kraftstofflieferanten könnten weiter arbeiten. So könne die Logistikkette vom und zum Hafen garantiert werden, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Bereits vergangene Woche habe eine spezielle Taskforce mit Arbeitgeberorganisationen und Behörden ihre Arbeit aufgenommen, um das Funktionieren des Hafenbetriebs zu unterstützen. Gewerkschaften drangen darauf, in dieser Taskforce mitzuarbeiten. Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten und der Bevölkerung in der Umgebung des Hafens müssten gesichert sein. (dpa)

18. März 2020, 15.03 Uhr

Audi hat für die Standorte Ingolstadt und Neckarsulm Kurzarbeit angekündigt. In beiden deutschen Werken stehen die Bänder ab nächster Woche still. „Die durch die Corona-Krise weltweit eingeschränkte Nachfragesituation und bevorstehende Lieferengpässe zwingen uns daher, den Antrag auf Kurzarbeit zu stellen“, sagte Produktions- und Logistikvorstand Peter Kössler am Mittwoch.

Vor allem Beschäftigte aus Produktion und Logistik sollten ab nächster Woche kurzarbeiten. Allerdings müsse an Prüfständen und der Zulassung neuer Modelle weitergearbeitet werden, damit es nach der Krise sofort weitergehe. Bei Teamarbeit dürfe nur die Hälfte der Mitarbeiter anwesend sein, um den Sicherheitsabstand von 1,50 Metern einzuhalten. Eltern mit Kindern und Pendler sollten möglichst mobil arbeiten. (dpa)

18. März 2020, 15.00 Uhr

Chaotische Zustände auf der Autobahn 4 haben die Bundeswehr auf den Plan gerufen. Wie von Sachsens Regierung zu erfahren war, wollen Soldaten schon am Mittwochnachmittag Menschen mit Lebensmitteln, Getränken und Decken versorgen. Tausende müssen seit gestern in einem auf rund 60 Kilometer Länge angewachsenen Stau vor der Grenze ausharren. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mussten die Betroffenen bis zu 20 Stunden auf die Einreise warten, darunter viele Familien.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte deshalb mit Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) telefoniert und um Unterstützung ersucht. Daraufhin setzte sich das Landeskommando Sachsen der Bundeswehr in Bewegung, teilte die Staatskanzlei mit.

Kretschmer hatte am Mittwochvormittag in einer Regierungserklärung auf die Situation auf der A4 aufmerksam gemacht. Die Entscheidung Polens für Grenzkontrollen ohne ausreichende Vorplanung und Organisation habe zu einer „ganz schwierigen Situation“ geführt. „15 Minuten für die Abfertigung eines einzelnen Lkw sind nicht geeignet, diese Situation zu lösen. Hier muss die polnische Seite schneller reagieren.“ (dpa)

18. März 2020, 14.54 Uhr

Die USA wollen wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorübergehend ihre gemeinsame Grenze mit Kanada für „nicht unbedingt notwendigen“ Verkehr schließen. US-Präsident Donald Trump gab am Mittwoch auf Twitter bekannt, auf diesen Schritt hätten sich beide Länder einvernehmlich geeinigt. „Handel wird nicht davon betroffen sein“, erklärte er weiter. Weitere Details würden folgen.

18. März 2020, 14.19 Uhr

Die polnische Regierung will mit einem Milliarden-Hilfspaket die negativen Folgen der Coronakrise für die Wirtschaft abfedern. Geplant seien Hilfen in einem Umfang von 212 Milliarden Zloty (gut 49 Milliarden Euro), sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Mittwoch in Warschau. 

Zu den geplanten Maßnahmen gehören Lohnzuschüsse, Garantien für Kredite sowie Vorschüsse, die die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen aufrechterhalten sollen. Von der Krise hart betroffene Firmen können auf staatliche Lohnzuschüsse für ihre Beschäftigen in Höhe von 40 Prozent des Durchschnittslohns rechnen. Selbstständige sollen eine Unterstützung in Höhe von 80 Prozent des Mindestlohns erhalten. Das gleiche soll für Eltern gelten, die ihre Kinder betreuen müssen, weil Kindergärten und Schulen geschlossen sind. (dpa)

18. März 2020, 13.51 Uhr

Die österreichische Bundesregierung hat ein Hilfspaket in Höhe von 38 Milliarden Euro angekündigt, um der Wirtschaft durch die Coronakrise zu helfen. Teile des Pakets seien der Erlass von Steuerschulden, Haftungen für Kredite und Notfallhilfen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwoch in Wien. (dpa)

18. März 2020, 13.35 Uhr

Die Situation an der Grenze zu Dänemark ist am Mittwoch im Gegensatz zu anderen Grenzregionen entspannt geblieben.Für Lastwagen bestünden am Grenzübergang Ellund im Zuge der A7 etwa 10, 15 Minuten Wartezeit auf der dänischen Seite, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Mittwoch in Flensburg. Es werde gemeinsam mit der dänischen Seite aber daran gearbeitet, auch diese Verzögerungen noch verringern zu können. (dpa)

18. März 2020, 12.30 Uhr

Polnische Berufskraftfahrer, die in Deutschland bei einem deutschen Transportunternehmen angestellt sind und zum Beispiel für ihre wöchentliche Wochenruhezeit nach Polen fahren, können zu zwei Wochen Quarantäne in Polen verpflichtet werden. Das bestätigt Professor Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) auf Anfrage gegenüber der VerkehrsRundschau.

Am Dienstnachmittag, 17. März, habe es erstmals einen solchen Fall in einem brandenburgischen Unternehmen gegeben, führt er aus. Der BGL stehe dazu nun im Dialog mit dem Bundesverkehrsministerium mit der Bitte, hier eine EU-weit einheitliche Regelung herbei zu führen.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) stehe zu diesem Thema aktuell schon in Gesprächen mit dem polnischen Infrastrukturminister, der sich aber offenbar sehr zurückhaltend zeige, so Engelhardt. Abgesehen davon wollen sich am Mittwochnachmittag (18. März) die Verkehrsminister der EU zu einer Telefonkonferenz treffen, um unter anderem das Thema EU-Grenzübertritte zu erörtern, Deutschland fordere hier klar einheitliche Regeln. Er selbst rechne aber nicht mit einer sofortigen Einigung, betonte der BGL-Vorstandssprecher.

Höchste Eile ist aber geboten. Immerhin betrifft der eingangs geschilderte Fall laut Engelhardt nicht nur Fahrer aus Polen, sondern auch aus anderen EU-Mitgliedstaaten wie etwa Tschechien.

So seien laut dem Marktbericht des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) rund 20 Prozent der hier in deutschen Unternehmen beschäftigten Lkw-Fahrer aus dem Ausland. Wie viele Fahrer konkret aus Polen kommen, weiß Engelhardt nicht. Fakt sei aber auch, dass der Fahrermangel sich dadurch in Deutschland verschärfe. Umso wichtiger sei es, so der BGL-Vorstandssprecher, dass man nun hierzulande fünf Notfallzentren etabliere, um auf diese Weise freie Lkw-Fahrer-Kapazitäten mit dem Bedarf von Transportunternehmen sinnvoll zusammen zu bringen.

Weitere Details dazu, werde der Verband in den kommenden Tagen seinen Mitgliedsunternehmen über seine Landesverbände mitteilen. (eh)

18. März 2020, 11.03 Uhr

Die Staus vor den Übergängen an der deutsch-polnischen Grenze wegen der Coronavirus-Kontrollen werden immer länger. Der Rückstau der Lastwagen und Autos auf der Bundesautobahn 12 reiche mittlerweile von Frankfurt (Oder) bis nach Storkow (Oder-Spree) und sei auf fast 60 Kilometer angewachsen, sagte der Sprecher der Bundespolizeidirektion, Jens Schobransk, am Mittwoch auf Anfrage.

Am Vortag waren es etwa 15 Kilometer gewesen. Auf polnischer Seite wird laut Schobranski sehr genau kontrolliert. Es werde gefragt, wohin die Fahrer wollen, woher sie kommen und wie der Gesundheitszustand ist. (dpa)

18. März 2020, 10.53 Uhr

Der Grenzschutz in Polen hat auf die langen Staus wegen der neuen Kontrollen an der deutsch-polnischen Grenze reagiert und vier weitere Übergänge für den Autoverkehr geöffnet. Sowohl Pkw- als auch Lastwagenfahrer könnten ab sofort die bislang nur für Fußgänger gedachten Grenzübergänge in Frankfurt/Oder-Slubice, in Kietz-Kostrzyn nad Odra und in Zgorzelec nutzen, teilte der Grenzschutz am Mittwoch mit. Der Übergang in Guben/Gubin sei dagegen nur für Pkw möglich.

Um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu erschweren, hatte Polen am Wochenende an Grenzübergängen zu Deutschland Kontrollen eingeführt.  Seitdem haben sich an den Grenzübergängen an den Autobahnen große Staus Richtung Osten gebildet. In Jedrzychowice an der Autobahn 4 (A4) bei Görlitz betrug die Wartezeit am Mittwochvormittag für Lkw 30 Stunden. (dpa)

18. März 2020, 10.52 Uhr

Am Grenzübergang Ludwigsdorf bei Görlitz ist der Stau aufgrund der polnischen Grenzkontrollen weiter gewachsen. Lastwagen und Autos stauen sich nach Angaben der Polizei vom Mittwoch auf der Autobahn 4 bis hin zu den Abfahrten Uyst und Burkau auf einer Länge von rund 60 Kilometern. Die Polizei habe damit begonnen, alle Auffahrten auf die A4 ab Bautzen bis Görlitz zu sperren, hieß es. Um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu erschweren, hatte Polen am Wochenende an Grenzübergängen zu Deutschland wieder Kontrollen eingeführt. (dpa)

18. März 2020, 10.18 Uhr

Frankreichs Wirtschaftsminister hat an alle Arbeitnehmer in wichtigen Sektoren appelliert, trotz der landesweiten Ausgangssperre zur Arbeit zu gehen. Die wirtschaftliche Sicherheit des Landes müsste angesichts der Coronavirus-Epidemie gewährleistet werden, sagte Bruno Le Maire am Mittwochmorgen im Fernsehsender „BFMTV“. Er fordere alle Mitarbeiter von noch geöffneten Unternehmen auf, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und an ihre Arbeitsplätze zu gehen. Besonders wichtig seien nun auch die Produzenten von Lebensmitteln, die Transporteure und die Müllabfuhr, sagte Le Maire.

Es müsse sichergestellt werden, dass Lebensmittel von den Landwirten zu den Einzelhändlern geliefert werden, betonte der Minister. In Frankreich gilt seit Dienstagmittag eine 15-tägige Ausgangssperre. (dpa)

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