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GDL-Streik: In der Wirtschaft drohen jetzt Engpässe

Der Tarifstreit mit der Bahn geht in die nächste Runde und verschärft sich sogar: Sechs Tage lang will die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ab Mittwoch in den Ausstand gehen. Den Streik werden Bahnfahrende im täglichen Leben, auf dem Weg zur Arbeit oder in den Kurzurlaub spüren. Doch auch einige Unternehmen wird er hart treffen.

Viele Branchen sind in Deutschland auf den Transport verschiedenster Rohstoffe mit Güterzügen angewiesen. Darunter fallen Holz, Stahl, Mineralöl und einiges mehr. Laut Angaben der Deutschen Bahn transportieren die Güterzüge jährlich rund 40 Millionen Tonnen an Kohle. Sechs Tage Streik und Blockade der Schienen könnten für die deutsche Industrie laut Expertenschätzungen Schäden von bis zu mehreren Hundert Millionen Euro täglich bedeuten. Allerdings trifft der Arbeitskampf nicht jede Branche gleich stark.

Die Lebensmittelbranche interessiert die Bürgerinnen und Bürger dabei wohl am meisten. Bleiben die Regale in Supermärkten leer? Und drohen im Lebensmittelhandel Engpässe?

Aus Fachkreisen der Lebensmittelhändler heißt es: "Da werden wir nichts merken." Denn der weitaus größte Teil des Güterverkehrs findet per Lastwagen statt. Der Grund dafür ist laut der Fachkreise: Die Bahn sei zu unflexibel und zu langsam, um Lebensmittel zu transportieren.

Streik belastet die Automobilindustrie

In anderen Branchen dürften die Probleme jedoch größer ausfallen. Eine Sprecherin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) sagt t-online: "Der angekündigte sechstägige Bahnstreik belastet die Transportlogistik in Deutschland und Europa und damit auch Unternehmen der deutschen Automobilindustrie." Die Unternehmen reagierten und stellten, wo dies möglich ist, ihre Liefer- und Logistikketten um. Die kurzfristige Umstellung von Schiene auf Straße gestalte sich laut VDA allerdings "außerordentlich schwierig".

In den vergangenen Jahren hätten viele Unternehmen "gezwungenermaßen Transporte auf die Straße verlagert" – die Kapazitäten der Speditionen seien weitgehend ausgeschöpft. Ein "erheblicher Transport der Fertigfahrzeuge" werde über die Schiene abgewickelt. Etwa 16.000 Autos an einem Tag, die zu einem Viertel im Inland und zu drei Vierteln im Ausland verteilt und transportiert werden.

"Der anhaltende Tarifkonflikt schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland", sagt die VDA-Sprecherin. "Wir appellieren an alle Beteiligten, rasch an den Verhandlungstisch zurückzukehren und zu einer Lösung zu kommen."

Hamburger Hafen rechnet mit Verzögerungen

Auch die deutschen Häfen sind davon betroffen, dass Güterzüge nicht wie gewohnt fahren. Ein Sprecher des Hamburger Hafens antwortet auf Anfrage von t-online: "Aufgrund des Streikaufrufs der GDL ist mit sehr starken Behinderungen im Zugverkehr zu rechnen, eine Prognose zu den genauen Auswirkungen kann jedoch nicht gegeben werden." Effekte auf die Lieferketten würden aber schon nach kurzer Zeit eintreten. Auch der Sprecher betont, dass ein Ausweichen auf Lkw nur bedingt möglich sei.

Importcontainer könnten von der Bahn nicht abtransportiert werden, vor Platzmangel sorgt man sich am Hamburger Hafen jedoch nicht, denn: Auch Exportcontainer werden durch den Streik nicht angeliefert. So gleiche sich der Effekt in etwa aus. "Insgesamt steigt gegebenenfalls die Verweildauer der Container, und es werden weniger Einheiten an den Bahnterminals umgeschlagen", sagte der Sprecher.

Quelle: t-online

24.01.2024

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