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Viele Fahrer aus Ukraine und Osteuropa: LKW-Verband warnt vor möglichem Versorgungsengpass

Der Spritpreis-Hammer für Autofahrer wird immer größer. Zwei Euro kostet der Liter Super bereits bei einigen Tankstellen. Während der Krieg in der Ukraine die Preissteigerung weiter anheizt, ist der Hauptgrund für die Verteuerung nach wie vor der deutsche Staat, denn er kassiert mehr als die Hälfte des Benzin- und Dieselpreises in Form verschiedener Steuern ein , von der Ökosteuer über die neue CO2-Steuer bis zur Mehrwertsteuer. Die steigenden Diesel-, Benzin-und Heizölpreise heizen aber nicht nur direkt die Inflation an. Sie führen auch indirekt zu Preissteigerung, denn die Transportbranche gibt die gestiegenen Kosten natürlich weiter.

Gewerbediesel als Preis-Bremse in der Krise?

Der Bundesverband Güterkraftverkehr BGL fordert deshalb schon länger die Einführung von „Gewerbediesel“, also einen verbilligten Dieselkraftstoff für LKW, der gerade in Krisenzeiten die Kosten drücken soll. Dramatischer als die Preissteigerung ist aber aus Sicht der Logistikbranche der LKW-Fahrermangel, der spätestens seit der vorübergehend LKW-Krise in Großbritannien offenbar wurde und prinzipiell auch Deutschland betrifft .

Zu wenig Fahrer auch in Deutschland

Etwa 1,4 Millionen Personen mit einer registrierten "Fahrerkarte" gibt es laut Informationen aus der Branche in Deutschland. Die Karte ist Voraussetzung, wenn jemand gewerblich Transporte fährt. "Von diesen 1,4 Millionen sind aber geschätzte 500.000 über 50", sagt der Fuhrunternehmer Jan-Hendrik Linnenkamp aus Bielefeld vor einigen Monaten FOCUS Online. Die Folge: Schon jetzt bestehe auch in Deutschland ein Mangel an LKW-Fahrern, der künftig stark zunehmen werde.

"Der Fahrer-Mangel wird dazu führen, dass Verhältnisse wie in Großbritannien auch bei uns nicht auszuschließen sind. Zurzeit kompensieren wir den Mangel mit Fahrern aus dem Ausland, doch in Polen zum Beispiel werden mittlerweile so gute Löhne gezahlt, dass das Arbeiten in Deutschland für die Fahrer nicht mehr so attraktiv ist. Und es mangelt an Nachwuchs. In meiner Spedition zum Beispiel habe ich normalerweise pro Jahr vier Auszubildende – aktuell ist es nur einer", so Linnenkamp.

Warum der Ukraine-Krieg die Situation verschärft

Martin Bulheller, Sprecher des Bundesverbands Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung BGL, erklärt auf Anfrage von FOCUS Online, warum diese Situation nun durch den Krieg in der Ukraine noch verschärft werde: "Ukrainische Lkw-Fahrer arbeiten überwiegend bei polnischen und litauischen Transportunternehmen und Speditionen und sind in ganz Europa unterwegs. Jeder dritte Lkw-Fahrer, der für polnische Transportunternehmen im internationalen Verkehr unterwegs ist, kommt nach Angaben unseres polnischen Schwesterverbandes aus der Ukraine. In Litauen dürfte der Anteil mindestens ebenso groß sein. Polnische Lkw hatten 2021 laut der Mautstatistik des Bundesamtes für Güterverkehr einen Marktanteil in Deutschland von 17,5 %, litauische einen von 3 %, macht zusammen 20,5 %. Demnach saßen 2021 in mindestens 7 % der in Deutschland eingesetzten Lkw ukrainische Fahrer hinterm Steuer. Angesichts des europaweit grassierenden Lkw-Fahrermangels - alleine in Deutschland fehlen 60.000 bis 80.000 Lkw-Fahrer- ist das eine nicht zu vernachlässigende Größenordnung", so Bulheller.

7 Prozent aller Fahrer aus der Ukraine

Wie stark auch die Versorgungssituation in Deutschland leiden könnte, lasse sich noch nicht sagen. Der BGL berichtet allerdings davon, dass erste Spediteure aus Osteuropa bereits Transporte absagen mussten. Die europäische Wirtschaft sollte sich für dieses Szenario wappnen, meint Martin Bulheller: "Im Sinne von 'Wird nicht nur teurer, sondern: Gibt’s einfach nicht mehr'."

 

23.06.2022

Quelle: FOCUS

 

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